Unsere Aufgabe Wir möchten durch Naturerlebnisse positive Naturbezüge schaffen sowie die Sensibilität für Natur und Umwelt fördern.

Naturerlebnis - Tipps

Verkannt am Wegesrand

Es ist beeindruckend, wie sich die Pflanze, auf die wir heute aufmerksam machen wollen, innerhalb weniger Tage völlig verändert. Aber jede Form ist besonders und total interessant; guckt einfach mal genau hin.

Bei Kindern beliebt, bei Gärtnern verhasst

Er trägt seinen Namen zu Recht; sein leuchtend gelber Blütenkopf ähnelt der Mähne eines Löwen, seine Laubblätter den Raubtierzähnen.
Die Blütenköpfe schließen sich nachts, bei Trockenheit, bei Regen und wenn die Pflanze verblüht ist, um sich dann als „Pusteblume“ wieder zu öffnen.

Jeder Blütenkopf setzt sich aus einer Vielzahl von Zungenblüten zusammen, was man bei der „Pusteblume“ erkennt. Jedes der Fallschirmchen, das der Wind davon trägt, ist eine ehemalige Zungenblüte.
Die Laubblätter der Pflanze wachsen in Form einer Rosette. Sie zeigen in einem Rasen ihre Fähigkeit, Graspflanzen zu überwachsen. Der Löwenzahn hält sich mit seiner bis über 1m langen, fleischigen Pfahlwurzel in der Erde fest, was das Ausrupfen sehr erschwert.

Geröstete Wurzeln können als Kaffeeersatz verwendet werden. Die jungen, frischen Blätter schmecken etwa bis Mai lecker im Salat, als Spinat oder in Suppen. Ihr bitteres Aroma kann durch Einlegen der klein geschnittenen Blätter in Salzwasser gemildert werden.

Der Milchsaft der Blätter diente im 2. Weltkrieg als Kautschuk-Ersatz. Auch heutzutage gibt es Versuche in diesem Bereich, um Natur- und synthetischen Kautschuk durch Löwenzahnkautschuk zu ersetzen.

Aus Blütenköpfen, Wasser, Zucker und Zitronensaft lässt sich Sirup herstellen. Löwenzahn wirkt durch seinen hohen Kaliumgehalt harntreibend, was sich in sehr anschaulichen volkstümlichen Namen wie „Bettseecher“ oder „pissenlit“ (frz: „lit“ = „Bett“) zeigt.

Die zur Hauptblütezeit des nährstoffliebenden Löwenzahns so schön anzusehenden gelben Wiesen sind für die Natur leider nicht so gut, sondern ein Hinweis auf ein Übermaß an Dung aus der Nutztierhaltung, wodurch das Wachstum anderer Wildkräuter unmöglich wird.

Text Stefanie Barzen

Löwenzahn

Blühender Löwenzahn

Blühender Löwenzahn

Foto Ingo Barzen

Kreatives für unterwegs

Ergebnisse eines kreativen Waldspaziergangs

Ergebnisse eines kreativen Waldspaziergangs

Foto: Ingo Barzen

Drachen und Krokodile
im Bergischen Wald

Wer im Wald unterwegs ist, findet viele Dinge, die die Kreativität herausfordern können. Deshalb hier unser neuer Naturerlebnis-Tipp für Kinder und Erwachsene:

Nicht nur Wolkenbilder können die Phantasie anregen.
Richtet beim nächsten Waldspaziergang doch mal den Blick auf den Boden und lasst der Kreativität freien Lauf.
Fichtenrinde z.B. ähnelt den Schuppen eines Krokodils, ein gelöstes Stück Rinde einer Art Augenbraue und die Abbruchstelle eines Zweiges einem Auge. Ein leeres Schneckenhaus als Auge und die Illusion ist (fast) perfekt.

Die glatte Rückseite mit ihrem dünnen Fortsatz wird, bestückt mit kleinen Steinchen im „Schnabel“, zum Archaeopteryx. Die kleinen Basteleien können immer wieder mit neuen Fundstücken aus der Natur variiert werden.

Man kann sie zur Freude für den nächsten Wanderer gut sichtbar im Wald lassen oder zuhause zusammenkleben. Fichtenzapfen, Vogelfedern, Stöckchen, Bucheckern, Eichelhütchen, ...es gibt genug Material.

Aber Obacht: die Natur niemals verletzen, nichts abzupfen, nur aufheben und immer kontrollieren, ob Rinde und Schneckenhaus auch wirklich unbewohnt sind!

Text: Stefanie Barzen

Unsere Referenten

Christel Heuer

Referentin

Jörg Liesendahl

Referent, Diplom-Biologe, Pädagogischer Leiter

Stefanie Barzen

Referentin, Diplom-Biologin, umweltpädagogische Honorarkraft

Weitere Veranstaltungen

  •  Jörg Liesendahl 08.05.2020, 15:00-17:00
    Jörg Liesendahl

    NaturTreff am Nachmittag: Aus dem Leben der Gartenvögel

    Zur "Stunde der Gartenvögel" zeigt Jörg Liesendahl an ausgewählten Beispielen die Lebensweisen typischer Vögel aus unseren Gärten. Die ökologischen Ansprüche von Kohlmeise, Heckenbraunelle (Foto: Kathy Büscher auf pixabay) oder Dompfaff unterscheiden sich deutlich, sind aber durch einen naturnah gestalteten Garten in der Regel gewährleistet.

    Der NaturTreff am Nachmittag richtet sich in erster Linie an Damen und Herren im Alter 50+, aber natürlich sind auch jüngere TeilnehmerInnen herzlich willkommen.

    Anmeldungen telefonisch unter 02191 3748239 oder unter info@natur-schule-grund.de

    Anmeldung erforderlich
    EUR 6,00
    (alle Preise verstehen sich zzgl. etwaiger Vorverkaufsgebühren.)

  •  Christel Heuer 11.05.2020, 19:30-21:30
    Christel Heuer

    Start in die Sammelsaison: Pflanzen konservieren

    Sie lernen verschiedene Möglichkeiten kennen, wie man Kräuter und andere Pflanzen zum Reifezeitpunkt erntet und haltbar machen kann. Im Praxisteil des Workshops arbeiten die TeilnehmerInnen mit den Pflanzen, die die Natur uns zu diesem Zeitpunkt zu Verfügung stellt, z.B. Kräuter für ein Pesto, Kräuteressig oder –öl, Sirup oder etwas anderes.

    Wegen Teilnehmerbegrenzung ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich: 02191 3748239 oder per Mail unter info@natur-schule-grund.de

    Anmeldung erforderlich
    EUR 12,00
    zzgl. Materialkosten
    (alle Preise verstehen sich zzgl. etwaiger Vorverkaufsgebühren.)

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